Downloads  /  ORBIS Platzvoraussetzung  /  Tipps für den Bodenstart


ORBIS Klapptriebwerk Einbau - und Bedienungsanleitung / Manual

 

Wichtiger Hinweis für JETI Systeme
Bitte stellen Sie bei Ihrem Jetisystem die Servo- Impulslänge des Empfängers auf 20ms! Eine kleinere Impulslänge führt bei der Merbold Steuerung des ORBIS zu Störungen.

ORBIS 14.5 Anleitung_2014_06.pdf
Download

ORBIS 14.5 Instructions_English_2015_09.pdf
Download

 

ORBIS 18,5 Anleitung_2013_08.pdf
Download

ORBIS 18,5 Instructions_English_2013_08.pdf
Download

 

ORBIS 18,5 Instructions_Francais_2013_08.pdf
Download

 

ORBIS 20 Anleitung_2015_06.pdf
Download

ORBIS 20 Instructions_English_2015_07.pdf
Download

TRIAS Einziehfahrwerk Einbau - und Bedienungsanleitung / Manual

AnleitungTRIAS_Stand2016_11.pdf
Download

YGE Heino Jung Brushless Regler und Prog Card: Bedienungsanleitung / Manual

YGE-120-200HVS_V5.pdf
Download

ProgCard-III_.pdf
Download

YGE-120-200 HVS-eng.pdf
Download

ProgCard-II english.pdf
Download


Tipps für den Bodenstart

Zu den schwierigsten und gefährlichsten Manövern mit einem Klapptriebwerk gehört der Bodenstart. Die Problematik hierbei ist die konstruktionsbedingte Lage des Klapptriebwerks weit oberhalb des Rumpfes. Das Klapptriebwerk erzeugt durch diese Lage ein Nickmoment, das die Rumpfnase des Seglers in die Piste versenken will. Nebenbei muss man den Segler auf dem Hauptfahrwerk ausbalancieren und mit dem Seitenruder Kurs halten. Es ist sicherlich zu Beginn keine leichte Aufgabe, das Höhen-, Seiten- und Querruder richtig einzusetzen, um erfolgreich abzuheben.
Zunächst müssen aber auch einige technische Voraussetzungen erfüllt sein, damit der KTW-Bodenstart physikalisch möglich wird. Ich habe im Folgenden die besten Tipps für einen erfolgreichen Bodenstart aus meiner mehrjährigen Erfahrung mit Klapptriebwerken und die Ratschläge von anderen KTW-Piloten zusammengetragen.

1. Ausrichtung des Propellerstrahls
Am wichtigsten ist die Anströmung des Höhenleitwerks mit dem Propellerstrahl, damit ein dynamisches Nickmoment beim Bodenstart durch Höhe ziehen erzeugt werden kann. Dabei sollte z.B bei einem T-Leitwerk die Motorachse ca. 5-10 cm unterhalb des Höhenruders zielen. Bei einem Kreuzleitwerk sollte auf die Höhe des Höhenleitwerkes gestrahlt werden.


2. Höhenruderauschlag beim T-Leitwerk vergrößern
Der Höhenruderauschlag beim T-Leitwerkmuss muss vergrößert werden ( ~ 45° ), damit noch mehr dynamischer Abtrieb durch das 'Höhe ziehen' beim Anrollen erzeugt wird. Es empfiehlt sich diesen extremen Höhenruderausschlag erst auf dem letzten Millimeter Knüppelweg einzuprogrammieren, damit sich im normalen Flug das Höhenruder mit den üblichen geringeren Ausschlägen bewegt.
Durch die Umsetzung von Punkt 1 und 2 kann man sich ein reduziertes 'Gas geben' beim Anrollen ersparen. Je mehr Gas ich gebe, desto größer wird das Nickmoment, aber zugleich vergrößert sich auch der dynamische Abtrieb des Höhenleitwerks.


3. Rollwiderstand
Der Rollwiderstand des Hauptfahrwerkes muss minimiert werden. Hierfür ist ein kugelgelagertes Rad mit größtmöglichen Raddurchmesser zu verwenden. Die Dämpfung sollte auf keinen Fall durch ein zu weiches Rad erfolgen, sondern durch eine Gasdruckfeder am Fahrwerksgestell. Der Reifen sollte für einen Bodenstart auf einer Wiese möglichst breit und eine ausgewogene Gummimischung haben. FEMA Reifen zeigen hierbei sehr gute Eigenschaften.


4. Verlagerung des Fahrwerks oder Einbau eines Bugrad oder
Einbau des neuen TRIAS Fahrwerks

Hauptfahrwerk 4-5 cm in Richtung Rumpfspitze verlegen. Dies lesen viele 'scale-liebende' Modellpiloten nicht gerne, aber eine normal gemähte Wiese ist leider auch nicht 'scale' und erzeugt jede Menge Widerstand für das kleine Rad. Für 'Scale' müssten wir immer auf einem Golfer Grün mit 2 cm kurz gemähten Rasen abheben dürfen.
Zweitbeste Alternative ist der Einbau eines Bugrades. Das Hauptfahrwerk sollte dann tiefer in den Rumpf gebaut werden, damit der Flieger nicht zu steil auf die Nase geht und die Tragfächen durch den Luftwiderstand nicht so stark bremsen.

Am besten ist der Einbau des TRIAS Einziehfahrwerkes. Es hat eine Startposition, bei dem das Rad um 4 - 6 cm nach vorne verlagert ist. Die Landeposition ist wieder in der normalen Position um das Flugzeuggewicht gut abzufangen.

5. Auswahl der Startpiste und Startrichtung
Eine durchnässte Graspiste mit hohem Gras bewirkt einen hohen Rollwiderstand und entsprechend lang wird die Startstrecke sein. Eine trockene, kurzgemähte Graspiste ist besser und ein asphaltierter Belag ist optimal. Falls die Piste nicht eben ist, nach Möglichkeit bergab starten und nach Möglichkeit gegen den Wind. Das Gefälle und die Windstärke sollten entscheiden welcher Faktor wichtiger ist, falls der Wind vom Berg herunter weht. Das Hauptrad darf nicht in einer Pistenkuhle beim Anrollen festhängen, daher ist mit der Hand vor dem Start zu testen, ob ein leichtes Anrollen des Flugzeuges möglich ist.

6. Steuerung beim Start
Querruder und Seitenleitwerk nicht mischen beim Bodenstart. Die Ruder müssen unabhängig voneinander ansteuerbar sein.
Bei Seitenwind die Tragfläche zunächst auf der Windseite hängen lassen und mit dem Seitenruder darauf vorbereitet sein, dass das Flugzeug in den Wind drehen will und man Gegensteuern muss. Das Gas in ca. 3 Sekunden auf 100% hochfahren und gleichzeitig voll Höhe ziehen. Durch die Umsetzung von Punkt 1 und 2 kann man sich ein reduziertes 'Gas geben' beim Anrollen ersparen. Je mehr Gas ich gebe, desto größer wird das Nickmoment, aber zugleich vergrößert sich auch der dynamische Abtrieb des Höhenleitwerks. Ein Flugzeug ohne Bugrad darf beim Starten nicht auf die Nase kippen. Sollte dies dennoch geschehen, dann den Start abrechen und einen erneuten Versuch mit reduzierter Leistung durchführen. Die Bodenstart Leistung und die Haltezeit ist bei der Dirk Merbold Steuerung programmierbar. Wenn das Flugzeug schon mit ca. 25 km/h rollt, mit dem Höhenruderausschlag langsam zurückgehen. Das Flugzeug müsste bei leicht gezogener Höhe von selbst sanft abheben.
Nach dem Abheben die Geschwindigkeit nicht zu sehr reduzieren, sondern gefühlvoll mit weiter wachsender Geschwindigkeit
immer weniger Höhe ziehen. Das Höhenruder bleibt im Steigflug leicht gezogen, um das Nickmoment des KTW entlang der Querachse auszugleichen.

7. Position des KTW soweit nach hinten wie möglich
Verlagert man das KTW nach hinten, so vermindert sich auch der Abstand der Propellerachse zur Radachse. Dies führt zu weniger Nickmoment. S
olange der Segler unter Motorzug am Boden rollt, ist der Kipppunkt (Nickachse) die Radachse und sobald er vom Boden abhebt, ist der Kipppunkt die Querachse (Schwerpunkt) der Tragflächen. Oft sieht man auch bei den Originalen, dass die Triebwerke eher weiter hinten im Rumpf eingebaut sind.


8. Schwerpunkt nach hinten verlagern
Gehen sie mit der Trimmung des Schwerpunktes soweit wie möglich nach hinten.  Jedes Flugzeug hat einen Bereich, indem der Schwerpunkt liegen darf. Wählen Sie eher den hinteren Bereich mit weniger EWD, damit der Schwerpunkt noch weiter weg vom Hauptrad kommt.


Wie man sieht, stehen einige Maßnahmen zur Verfügung um optimale Bedingungen für einen erfolgreichen Bodenstart zu schaffen. Wenn man vor allen Dingen die ersten vier Punkte konsequent umsetzt, hat man den konstruktiven Grundstein für unproblematische Bodenstarts gelegt.
Ich wünsche viel Erfolg!

Bodenstart des ARCUS 1:3 in Steinau 2012 ( Grossseglertreffen ) 

   

Triebwerk ausgefahren

 

Der ARCUS rollt an

 

   

Der ARCUS nimmt Fahrt auf...

 

und hebt nach 40 Metern ab.

Thoma Modelltechnik UG